Beddinger Fußgängerbrücke

Droht der Abriss der Beddinger Fußgängerbrücke?

Sollten sich Gerüchte bewahrheiten, dann soll es die Fußgängerbrücke über den Stichkanal, die seit 1964 die „Kanaldörfer“ Bleckenstedt, Sauingen und Üfingen mit Beddingen verbindet, bald nicht mehr geben. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat eine Befragung zur Nutzung der Brücke durchgeführt, um zu ermitteln, ob der Erhalt notwendig ist.

Nach bekannt werden dieser Aktion ist die Unruhe in den „Kanaldörfern“ groß. Die Menschen befürchten, dass durch den Abriss dieser Brücke die Infrastruktur der Dörfer massiv gefährdet ist. Besonders die Beddinger wird es treffen, die diese Brücke zum Erreichen der Bushaltestelle jenseits des Kanals nutzen müssen. „Wie sollen wir bei der äußerst schlechten Busverbindung direkt von Beddingen nach Lebenstedt oder auch Braunschweig kommen, wenn diese Brücke abgerissen wird? Wie kommen wir dann ohne große Umwege zur Haltestelle Kanalbrücke?“, so die Sorgen vieler Beddinger. Auch die Menschen auf der anderen Seite des Kanals müssen große Nachteile befürchten. Viele Arbeitnehmer, deren Arbeitsplätze auf der Beddinger Seite des Kanals liegen, wie z. b. bei VW, der Salzgitter AG etc. könnten künftig diesen Weg nicht mehr nutzen. „Bisher kann ich bequem mit dem Fahrrad meinen Arbeitsplatz erreichen. Das schont die Umwelt und meinen Geldbeutel“, so ein Betroffener aus Sauingen. Kein Einzelfall. Wird diese Brücke abgerissen, ist es vorbei mit dem kurzen Weg zwischen den Kanaldörfern. Treffen wird es auch den vor einigen Jahren neu gegründeten Pfarrverband „Bleckenstedt, Sauingen, Üfingen, Beddingen“. Die Gemeinden sind durch diesen Verband zusammengewachsen. Dazu beigetragen hat auch der kurze Weg über diese Fußgängerbrücke. Gemeinsame Gottesdienste, egal in welchem der vier Dörfer, konnten gefeiert werden, ohne lange Wege zurück zu legen. Das Highlight aber ist der alljährliche Brückengottesdienst, der genau auf dieser Brücke gefeiert wird. Auch das dürfte bei Umsetzung des Vorhabens Geschichte sein. Ob der Pfarrverband dann überhaupt noch Bestand haben kann, sei dahin gestellt.

Warum diese Sorgen? Im Zuge der geplanten Vertiefung des Kanals müssen auch die Brücken den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Eine logische Folge solcher Baumaßnahmen. Da die Beddinger Fußgängerbrücke in die Jahre gekommen ist und dringend sanierungsbedürftig ist, stellt das Wasser- und Schifffahrtsamt die Überlegung an, ob diese Brücke überhaupt notwendig ist. Dabei bleiben, wie so häufig, die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner auf der Strecke. Welchen Schaden die Region durch einen Abriss erleiden würde, scheint niemanden zu interessieren. Was zählt ist das Geld.

Die CDU Fraktion im Ortsrat Nordost wird alles dafür tun, diese Brücke für die Menschen in den Kanaldörfern zu erhalten. Eine entspreche Anfrage ist von der Fraktion bereits gestellt worden. Zu dieser Problematik wird ein Informationsstammtisch durchgeführt, bei dem die Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken äußern können.Der Termin hierfür wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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